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SV Hattendorf
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50 Jahre
Chronik SV Hattendorf
Bei einer Zusammenkunft im Jahre 1959 wurde beschlossen, den Tischtennisclub Hattendorf (TCH) zu gründen. Zum ersten 1.Vorsitzenden wurde von den 29 Teilnehmern Adolf Peter gewählt. Der Monatsbeitrag wurde von der Versammlung auf 1,10 DM festgelegt. Zum Start der sportlichen Aktivitäten stand eine Tischtennisplatte mit Netz zur Verfügung. Gespielt wurde im Saal bei Adolf Peter. Schon ein Jahr später wurde eine 2. Herrenmannschaft gebildet. Walter Wichmann baute mit Hilfe von Lehrer Grote und dem Bürgermeister eine Schülermannschaft auf. Der Spielbetrieb gegen auswärtige Mannschaften wurde eingeleitet. Es wurden auch Vereinsmeisterschaften ausgetragen.
Am 08.07.1964 traf man sich zu einer Sondersitzung. Es wurde beschlossen, dass der TCH um eine Fußballsparte erweitert werden sollte. Des Weiteren wurde der Verein in SV Hattendorf umbenannt . Fritz Hothan und Heini Ackmann führten Verhandlungen mit der Gemeinde zwecks der Sportplatzüberlassung an der Lust . Heinrich Watermann bemühte sich um die Aufnahme in den Kreis- und Landessportbund sowie den Kreis- und Landesfußballbund .
1966 wurde der erste Kameradschaftsabend der aktiven Vereinsmitglieder „mit Spielerfrauen“ im Saal vom Gasthaus Peter ausgerichtet.
1968 wurde die erste Sportwerbewoche auf dem Sportplatz ausgerichtet.
Zur Saison 1970/71 wurde erstmals mit Wilfried Busse ein ortsfremder Trainer verpflichtet.
Als erste Umkleidemöglichkeit für die Spieler diente eine ausrangierte Baubude, die von Helmut Meier und Adolf Peter sen. organisiert wurde. Diese Baubude war gleichzeitig Umkleide für Heim- und Gästespieler und Geräteraum. Dieses war schon eine enorme Verbesserung, denn man musste nicht mehr nach jedem Spiel zum Waschen ins Gasthaus Peter.
Gewaschen wurde sich, auch bei klirrender Kälte, mit kaltem Wasser. Im Laufe der Zeit gaben sich die Spieler mit den Umkleidekabinen und den sanitären Einrichtungen nicht mehr zufrieden. Der Neubau eines Sportheims war unumgänglich.
So wurden 1972 Verhandlungen mit der damals noch selbstständigen Gemeinde Hattendorf aufgenommen. Am 04.04.1972 beschloss die Gemeinde als Bauherr des neuen Sportheims aufzutreten.
Ein Bauausschuss aus Ratsmitgliedern und dem Vorstand des SVH wurde gebildet, um die Planungen aufzunehmen. Nachdem der Kreisausschuss am 25.09.1972 einen Zuschuss in Höhe von 16.000 DM bewilligt hatte, konnte bereits im Herbst mit dem ersten Spatenstich begonnen werden.
Zunächst wurde der Sportplatz in nördlicher Richtung verlegt, denn das Sporthaus sollte direkt an der Straße „Zur Lust“ und parallel zur Seitenauslinie des Platzes entstehen. So mussten Berge von Mutterboden angefüllt und verteilt werden und ein neuer Rasen eingesät werden.
Die Platzverlagerung ist als leichte Senke in der nördlichen Hälfte heute noch gut erkennbar. Mit unglaublichem Ehrgeiz und unermüdlichen freiwilligen Arbeitseinsätzen an Samstagen von ca. 2.500 Std. wurde der Bau des Sportheims realisiert. Die Maurer legten ein enormes Tempo vor, so dass nacheinander alle Handwerker folgen konnten. Am 28.06.1973 wurde dann unter großem Jubel das Sportheim eingeweiht. Die Schlüsselübergabe übernahm der damalige Bürgermeister K.-H. Warnecke an den 1. Vorsitzenden Heini Ackmann.
Trotz des gelungenen Neubaus stellte man im Laufe der folgenden Jahre fest, dass gegenüber einem großen Teil anderer Vereine im Schaumburger Land ein erheblicher Nachteil bestand. In der dunklen Jahreszeit behalf man sich zur Ausleuchtung des Trainingsplatzes mit dem Scheinwerferlicht der Spielerautos. Aber an Spiele in der Abendzeit war nicht zu denken.
So wurde 1977 als nächste große Anschaffung bei der Gemeinde Auetal eine Flutlichtanlage beantragt. 1/3 der Kosten musste durch Eigenleistung erbracht werden. 1978 wurde die neue Flutlichtanlage eingeweiht. Im selben Jahr wurde dann die Platzerweiterung in Richtung Lust in Angriff genommen. Der Rasen des Platzes wurde abgeschält und vor den Toren und an feuchten Stellen eine Drainage verlegt. Die Grassoden wurden am Spielfeldrand zwischengelagert.
Nach einigen Tagen Regen verfaulte der abgeschälte Rasen und konnte nicht mehr genutzt werden. Nun war guter Rat teuer und man begab sich auf die Suche nach einem neuen Rasen.
Paul Wittek stellte eine Wiese zur Verfügung von der der Rasen abgeschält und auf dem Platz verlegt wurde. Zu dieser Zeit bestritt der SVH nur Auswärtsspiele. Zum Frühjahr der Saison 1978/79 war der neue Sportplatz voll bespielfähig.
Im Laufe der Zeit hatte es sich erwiesen, dass eine Erweiterung des Sportheims erforderlich war. Es fehlten eine Kabine für den Schiedsrichter, ein Ausschankraum, zeitgemäße sanitäre Anlagen und eine Garage für Rasenmäher und andere Dinge.
Dementsprechend wurde 1983 ein Antrag an die Gemeinde gestellt und von dieser auch genehmigt. Auch vom Landkreis wurde die Erweiterung bezuschusst. Wieder mussten 1/3 der Kosten in Eigenleistung erbracht werden. Also wurde abermals die Maurerkelle in die Hand genommen. Dank der fleißigen Maurer und Helfer, die in 1300 Arbeitsstunden den Erweiterungsbau errichteten, konnte 1984 mit dem 25-jährigen Bestehen des Vereins der nächste Meilenstein eingeweiht werden.
1989 wurde eine neue Heizungsanlage mit großem Gastank an der Westseite des Sportheims und neue Duschen im Sporthaus eingebaut.
Im Jahre 1990 dachte man schon über die nächste Erweiterung des Sportheims nach. Auf dem Flachdach sollten noch weitere Räumlichkeiten entstehen. Weil die Statik des Sportheims so eine Erweiterung nicht hergab, musste diese Planung leider verworfen werden. Da aber das 1973 erstellte Flachdach starke Mängel aufzeigte, wurde 1991 ein Satteldach auf dem Sportheim errichtet.
Im Jahr 2004 wurde für das gesamte Gebäude eine neue Wärmedämmung angebracht. Das Haus wurde mit neuen Fliesen von Heino Tegtmeier an der Nordseite und einem Außenputz von Marco Schmidt versehen. Als vorläufig letzte Baumaßnahme wurde im letzten Jahr der Giebel der Westseite mit Schiefer behängt.
Uwe Warnecke
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